Eine Woche lang wissenschaftlich arbeiten und sportlich aktiv werden – das war die erste Sportwissenschaftliche Akademie der Daidalos Runners e.V., die im Rahmen von „Stipendiaten machen Programm“ vom 04.-09.08.2014 in der Jugendherberge in Creglingen (BW) stattfand.

Intellektuelle Arbeit in morgendlichen Seminaren und Abendvorträgen wurde dabei kombiniert mit einem vielfältigen, sportlichen Nachmittagsprogramm. 55 Stipendiaten und sechs Dozenten nahmen teil und waren sich einig: Sport ist ein besonderes Phänomen, das Menschen zusammenbringt, verändert und fasziniert.

Die Arbeitsgruppen

Die Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Themen rund um den Sport und zeigten die facettenreichen Verflechtungen mit unserem täglichen Leben. Dabei wurde wie bei den Sommerakademien der Studienstiftung intensiv (und kontrovers) diskutiert, Mindmaps wurden erstellt und Input von Experten mit den sportlichen Erfahrungen der Stipendiaten zusammen gebracht. Die Gruppe „Sport und Emotionen“ beschäftigte sich mit den unterschiedlichsten Aspekten von Emotionen, Stress und Suchtverhalten im Sport. Besonders dort spielen Emotionen nämlich eine wichtige Rolle und sportliche Aktivität bietet für viele Menschen den emotionalen Ausgleich zur alltäglichen Arbeitswelt. In der Arbeitsgruppe „Sport & Wirtschaft“ beschäftigten sich die Stipendiaten mit den ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten moderner sportlicher Großveranstaltungen. So wurde anhand aktueller Fallbeispiele, wie den olympischen Spielen in Sotschi oder der WM-Vergabe nach Katar, die Struktur der ausrichtenden Verbände analysiert und diskutiert. Die Bildungsgruppe schließlich beschäftigte sich mit der pädagogischen Wirkung von Sport. Drei Dozenten brachten je ihren eigenen Schwerpunkt ein, so kamen insgesamt sehr interessante und lebhafte Diskussionen zustande. An den ersten beiden Tagen unterhielten wir uns mit Prof. Conzelmann von der Universität Bern über die Persönlichkeitsentwicklung im Sportunterricht.

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Die Abendvorträge

An drei Abenden hörten wir spannende Vorträge der Dozenten der verschiedenen Arbeitsgruppen. Am ersten Abend berichtete Prof. Conzelmann über „Sportwissenschaftliche Talentforschung“. Am zweiten Abend ging es um ein grundsätzlicheres Thema: „Vom Gewinnen und Verlieren“ lautete der Titel des Vortrags von Prof. Dietrich Kurz von der Universität Bielefeld. Den Abschluss bildete eine spannende Präsentation von zwei Stipendiaten des Studienkollegs zu Berlin, Pavel und Clemens, die sich in einem intensiven Forschungsjahr mit den Auswirkungen von sportlichen Großveranstaltungen auf Osteuropa auseinandergesetzt hatten. In Ihrem Vortrag „Macht Spiele“ zeigten sie uns, wie Sotschi und andere sportliche Großereignisse im osteuropäischen Raum eine neue Freiwilligenkultur hervorbrachten und den interkulturellen Austausch förderten.

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Die Sportworkshops

Eine Besonderheit der Sportakademie war das sportliche Rahmenprogramm, in welchem die Stipendiaten selbst Workshops anboten und Interessierten eine Einführung in Ihre Sportart gaben. Das Angebot reichte von einer „Laufschule“, Kraul-Workshop und Taekwondo über funktionelles Ganzkörpertraining bis zur Entspannung durch Qigong.

Für viele der Stipendiaten war ihr Sport mehr als nur eine Nebenbeschäftigung und die Begeisterung und Leidenschaft für den Sport steckte auch die Teilnehmer der Workshops an. Wirklich beeindruckend war der Eifer und Spaß mit dem Sport von allen teilnehmenden Stipendiaten betrieben wurde. Morgens vor dem Frühstück sah man schon die ersten Stipendiaten beim Yogi-Sonnengruß oder in Laufgruppen auf dem Weg zum See, nachmittags wurden zwei Workshops nacheinander absolviert um nach dem Abendvortrag noch gemeinsam eine Runde Fußball zu spielen. Für den Austausch untereinander und vor allem zwischen den Arbeitsgruppen waren diese Aktivitäten Gold wert.

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Das Fazit

Die Sportakademie sollte ein Ort sein, wo Stipendiaten ihre Leidenschaft mit anderen teilen können, Erfahrungen austauschen und Neues über verschiedene Aspekte des Sports lernen. Wir wollten zeigen, dass Sport nicht nur zum Vergnügen betrieben wird sondern ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft und ein wichtiges Thema wissenschaftlicher Untersuchungen ist. In den vielen Gesprächen wurde deutlich, welche besondere Bedeutung der Sport für viele hat – egal ob als Hobby- oder als Leistungssport. Wir sind sehr froh, dass das Konzept so gut angenommen wurde und freuen uns auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

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 Der Dank

…geht an: unsere 50 engagierten Teilnehmer – vielen Dank für die schöne Zeit! Auch unseren Dozenten gebührt ein besonderer Dank, denn sie haben in der Ferienzeit oft weite Wege auf sich genommen um uns mit ihrem Wissen zu bereichern. Herzlichen Dank auch an die DJH Creglingen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz (vor allem Steffen in der Küche und Sabrina und Rosi in der Organisation) den Rahmen für diese tolle Akademie bereitet haben und die diese schöne Jugendherberge mit viel Liebe zu einem Ort des Wohlfühlens machen. Der Stadt Creglingen sind wir sehr dankbar für die Möglichkeit die Sporthalle zu nutzen – wir wissen, dass dies wirklich etwas besonderes war und sind sehr froh darüber.

Schließlich möchten wir uns herzlich bei der Studienstiftung bedanken – ohne die großzügige finanzielle Förderung und Unterstützung durch die Mitarbeiter wäre die Akademie nicht zustande gekommen.

Think.Run.Fly!